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That we use

Foyer

| Doors and windows are cut to make a room. It´s the empty spaces that we use. | Daodejing, Lied Nr. 11

Eintritt frei.

Empty spaces hier.

Raum um Raum hier.







 

Fernöstlicher Meditationsraum

Schriftrollen von Roland Barthes liegen ungeordnet herum, das Reich der Zeichen bebt. Wir suchen den sicheren Stand. Erinnern wir uns daher der talismanischen Netsuke, die neuerdings als bernsteinfarbener Hase durch den Hintergarten hoppelt – unvergesslich. Und werfen wir einen langen Blick auf Hiroshi Sugumotos Seelandschaften. Die Meditation beginnt. Noch vermeinen wir in dieser klaren Sicht nur ein paar Schwingungen zu vernehmen, dann verdichten sie sich zu pulsierenden Rhythmen. Ein bisschen verrückt, aber diszipliniert bändigt Hiromi Uehara ihr Handgemenge.



Dass Rhythmen ein „Gegengift“ seien, wusste übrigens schon Michaux: „Das Zeichnen vermochte meinen Zustand des Zerbrochenseins zu begleiten; mich aus ihm zu erretten, das gelang ihm nie. Zeichnen hat keinen Einfluß aufs Atmen.“ Unsere Hingabe an Ton und Rhythmus haben wir viel zu lange verschwiegen; immerzu glotzen wir nur und behaupten, das Gesehene zu beherrschen. Unsere Eierköpfe wackeln noch: Sollen wir wirklich den Gesang der Kalligraphen anstimmen? Immerhin, Yoko Tawada hat etwas Opium mitgebracht, damit wir singen. Und bald schon rufen wir sie an. Wir versuchen es mit der Holztaste auf unserem Computer. Wir hämmern taktvoll eine leise Weise. Für unsere Anrufung brauchen wir freilich mehr als nur ein Medium.
 
So kann es sein, dass wir Räume durchschreiten, die haben Gedächtnis und als füllte etwas sie oder wir, wären dort Inhalte auch. Kann einer ein Gefäß nehmen und darein singen oder etwas geben und machte er einen Deckel drauf, als sei das nun eher darin als wäre es offen. Als sei nun etwas darin. Als sei es beschrieben. Aber wir erinnern einen, der sagt „die Schrift fördert den Verlust des Gedächtnisses“ (K.T.). Und so in der Wendung oft, als hielte die Schrift etwas, aber dann immer das Ausweichende, meine Auswischende. Als wären dort Fassungen, Ver(s)fassungen, als gäbe es etwas wie Contenance und jedes in etwas Fassen, hebt uns die Fassons auf, Ungreifbares. Also lassen wir das? Also gehen wir weiter und sollen wir heiter Raum um Raum durchschreiten, während doppelnde Begehungen und möglich findige Tiere rhapsodisch in den Falten des Raums, der Flure auch, dass wir nicht verlässlich zu Hause sind

   
Dreambirds fly while we are making experiments with animals.
Betreten wir das Offene.
Dafür gibt es immerhin schon ANIMOTS.
Träumen wir mit Jacques Derrida von diesem Wort – und hiervon:
„Ich träumte davon, eine unerhörte Grammatik und eine unerhörte Musik zu erfinden, um eine Szene zu machen, die weder menschlich noch göttlich noch tierlich wäre, um all die Diskurse über das besagte Tier, all die anthropo-theomorphen oder anthropo-theozentrischen Logiken oder Axiomatiken, die Philosophie, die Religion, die Politik, das Recht, die Ethik anzuprangern, um in ihnen, just im menschlichen Sinne des Wortes, animalische Strategien zu erkennen, Strategeme, Listen und Kriegsmaschinen, Verteidigungs- oder Angriffsmanöver, Operationen des Jagens, Beutemachens oder Verführens, ja der Auslöschung in einem unerbittlichen Kampf zwischen vorausgesetzten Arten.“

 





Ich will ich sein ein Gefäß, offen für das Schöne in der Welt.
















   

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