Unbedingte Lektüren
Nach Derrida sucht sich die „unbedingte Universität“ dort ihre Stätte, wo sich eine „Unbedingtheit“ ankündigen mag, wo „immer sie (sich), vielleicht, zu denken gibt. Zuweilen auch ohne Zweifel noch jenseits einer Logik und einer Lexik der ‚Bedingung’.“ Über diese Stätte(n) kann nicht allein theoretisch verhandelt werden. Es geht um eine Praxis an konkreten Orten und in Räumen. Unbedingte Lektüren zu veranstalten, heißt, erste Schritte zu wagen und an Grenzen zu gehen, womit Topographien und Topologien erfahrbar gemacht werden. Dies wiederum geht nur über Ereignisse, für die der sogenannte Rahmen nicht Programm, sondern Anstoß ist.
"Unbedingte Lektüren" Nummer fünf:
Zeit: Sonntag, 07. August, 16 Uhr
Ort: Central Park, Schulterblatt
Text: Michel Foucault: Der Mut zur Wahrheit. Die Regierung des Selbst und der anderen, Berlin 2010.
Zeit: Sonntag, 07. August, 16 Uhr
Ort: Central Park, Schulterblatt
Text: Michel Foucault: Der Mut zur Wahrheit. Die Regierung des Selbst und der anderen, Berlin 2010.
Blogbuch zum 08.08.
Das Zelt im Zentrum. Hühner und Hähne finden ein Obdach. In ihrer Mitte: die Wahrheit.Leonhard Fuest
Für die vierte Ausgabe der "Unbedingten Lektüren" geht die Theorie in die Dunkelheit:
Zeit: Freitag, den 09. Juli, 16-19 Uhr
Ort: Die Räume von "Seminare im Dunkeln" im 2. Stock über der Ausstellung "Dialog im Dunkeln"
Text: Roland Barthes: Das Reich der Zeichen. Frankfurt a. M. 1981.
(Die Teilnehmerliste ist geschlossen.)
Zeit: Freitag, den 09. Juli, 16-19 Uhr
Ort: Die Räume von "Seminare im Dunkeln" im 2. Stock über der Ausstellung "Dialog im Dunkeln"
Text: Roland Barthes: Das Reich der Zeichen. Frankfurt a. M. 1981.
(Die Teilnehmerliste ist geschlossen.)
Zum dritten Termin der "Unbedingten Lektüren" geht es ins Gängeviertel:
Zeit: Sonntag, den 20. Juni, 13 Uhr
Ort: "Unter der Linde" (Caffamacherreihe Ecke Speckstraße)
Text: Roland Barthes: Wie zusammen leben. Frankfurt a.M. 2007. S. S. 37-88 und 211-220.
Zeit: Sonntag, den 20. Juni, 13 Uhr
Ort: "Unter der Linde" (Caffamacherreihe Ecke Speckstraße)
Text: Roland Barthes: Wie zusammen leben. Frankfurt a.M. 2007. S. S. 37-88 und 211-220.
Blogbuch zum 20.06.
Wie zusammen leben? How indeed? Wie folge ich meinem eigenen "rhythmos"? Wie bringe ich meinen mit Deinem, mit Eurem in Einklang? Wer seid Ihr denn überhaupt? Wenn meiner "idios" ist, und Deiner "idios" ist, wie kriegen wir das hin? Ist Deiner mehr "idios" als meiner? Muss ich mir Sorgen darum machen? Und wann finde ich die Zeit, meinen eigenen "rhythmos" zu finden? Wo ist der Platz dazu? Ich muss doch arbeiten! Ich muss die Wohnung putzen! Die Sonne scheint, ich muss raus!Wenn wir anfangen, uns solche Gedanken darüber zu machen und Antworten auf diese Fragen zu geben, sind wir nicht wieder im Raum der Festlegungen, Wahrheiten und Ideologien? Im Raum der Machtverhältnisse?
Komm. Lass uns ausatmen. Ich bin dafür, dass wir eine Weile nichts tun.
Vielleicht kriecht dann die Utopie rein und überrascht uns. Oder vielleicht dürfen wir sie gar nicht wahrnehmen, um sie wahrnehmen zu können.
Still...Wir dürfen ihr bloß keinen Namen geben.
Lydia White
Die unbedingte Wirklichkeit ist in einem Bilderrahmen verschwunden. Putz blättert in der Kälte. Öl schießt ins Meer. Kapitale und Kapital re(a)gieren kopflos. Die Diskurse machen mal wieder Theater. Die Sorge geht über den Fluss. Das Mysterium disiunctionis blitzt vereinzelt in einer Zelle auf. Blumen leuchten. Der Wanderstab steht neben der Tür und zuckt im Traum.
Leonhard Fuest
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