Dekonstrukte.de ist im (deutschen) Netz das erste und einzige Forum für interdisziplinäre Theorie, das in strenger Konsequenz die Dekonstruktion beerbt und transformiert, ohne seinerseits noch den Gestus einer Schulengründung oder der Ausrufung eines „ismus“, einer „ion“ oder gar eines „turns“ repetieren zu müssen.
Dekonstrukte.de konstituiert sich in Heterogenität, Pluralität, Dialogizität, Intergenerationalität und Interprofessionalität, ohne in Beliebigkeit zu verfallen, da es einer Tradition treu ist: nämlich der Theorienbildung (allererst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts). Die Treue zur Tradition ist keine Selbstverständlichkeit, auch nicht (mehr) in der Universität. Die in dieser Traditionslinie entstehenden Dekonstrukte (die Texte sein können, aber nicht müssen) lassen dabei Bewegung und Spiel ebenso zu wie die Freude am Experiment.
Darüberhinaus ist dekonstrukte.de sich seiner medialen Verortung bewußt. Es weiß, daß Fragen nach dem Gedächtnis und dem Archiv, nach Macht und Politik, Ethik und der conditio humana gerade im Netz auf dem Spiel stehen. Auch wenn dekonstrukte.de insofern konservativ ist, als es an der menschlichen Sprache festhält, so ist es immerhin progressiv darin, daß es auf den transformatorischen Charakter des Mediums setzt. Das heißt, daß dekonstrukte.de auf eine Heuristik besteht, die auf die Erfahrung mit den medialen Bedingungen setzt, ohne sie präfigurieren zu wollen.
Dekonstrukte.de soll selbst zu einem Erfahrungsraum der Lektüre und des Dialogs werden: offen mithin für Ereignisse und Ergebnisse.